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Definition Arbeitsbescheinigung:

Die Bescheinigung des Arbeitgebers über für das Arbeitslosengeld des Arbeitnehmers erhebliche Tatbestände.

Was ist eine Arbeitsbescheinigung?

Die Arbeitsbescheinigung ist die Bescheinigung des Arbeitgebers, die dieser in der Regel in Formularform oder elektronisch gegenüber der Bundesagentur für Arbeit gemäß §312 SGB II abzugeben hat. Sie enthält die Angaben zu den betrieblichen Daten des Arbeitgebers, die Angaben zu den persönlichen Daten der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers, die Angaben zum Beschäftigungsverhältnis, die Angaben zur Beitragspflicht, die Angaben zur Beendigung des Beschäftigungs- bzw. Arbeitsverhältnisses, die Angaben zur wöchentlichen Arbeitszeit, die Angaben zum Arbeitsentgelt, zusätzliche Angaben zum bescheinigten Arbeitsentgelt, Angaben zu Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeits-bzw. Beschäftigungs- bzw. Heim Arbeitsverhältnisses, sowie Angaben zur Kündigungsfrist und Firmenstempel mit Unterschrift.
Der Arbeitgeber ist sowohl gegenüber dem Arbeitnehmer als auch gegen über der Bundesagentur für Arbeit zur Abgabe verpflichtet.



§312 Abs. 1 SGB III - Arbeitsförderung -

Der Arbeitgeber hat auf Verlangen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers oder auf Verlangen der Bundesagentur alle Tatsachen zu bescheinigen, die für die Entscheidung über den Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld erheblich sein können (Arbeitsbescheinigung); dabei hat er den von der Bundesagentur hierfür vorgesehenen Vordruck zu benutzen. In der Arbeitsbescheinigung sind insbesondere
1. die Art der Tätigkeit der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers,
2. Beginn, Ende, Unterbrechung und Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses und
3. das Arbeitsentgelt und die sonstigen Geldleistungen, die die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer erhalten oder zu beanspruchen hat,
anzugeben. Die Arbeitsbescheinigung ist der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auszuhändigen.



Was hat die Arbeitszeitbescheinigung mit „Arbeitslosengeld erhalten“ zu tun?

Wer sich arbeitslos meldet, der sucht wahrscheinlich nach einer neuen Beschäftigung und will bis dahin Arbeitslosengeld erhalten. Zur Berechnung des Arbeitslosengeldes benötigt die Bundesagentur für Arbeit die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers. Ohne Arbeitsbescheinigung erhält der Arbeitslose u.U. kein Arbeitslosengeld.



Wieso kann dieses „System Arbeitsbescheinigung“ zu massiven Problemen für den nun Arbeitslosen führen?

Der Arbeitslose erhält kein Arbeitslosengeld und wird aber von der Bundesagentur für Arbeit aufgefordert, die Arbeitsbescheinigung seines Arbeitsgebers vorzulegen. Der Arbeitgeber hat der Aufforderung des Arbeitnehmers eigentlich Folge zu leisten (§312 Abs. 1 SGB III). Eigentlich! Stellt er die Bescheinigung aber nicht aus, so passiert ihm erst einmal nichts. Der arbeitslose Arbeitnehmer erhält aber kein Arbeitslosengeld. Solche Fälle kommen nicht nur vor, wenn die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers überfordert ist, sondern auch - viel öfter als man vielleicht denkt - weil sich der Arbeitgeber beim alten Arbeitnehmer rächen will oder gegenüber dem verbliebenen Personal zeigen will, was passiert, wenn man sich mit ihm anlegt.


Wieso hilft nicht die Bundesagentur für Arbeit?

Die Bundesagentur für Arbeit ist zumindest nach deren Rechtsauffassung zunächst nicht verpflichtet, etwas zu tun. Sie beruft sich auf die Mitwirkungspflichten des ehemaligen Arbeitnehmers und Anspruchsstellers und fordert diesen auf, seinen Anspruch nach §312 Abs. 1 SGB III durchzusetzen.


Wie hilft nun Arbeitsbescheinigung.org?

Arbeitsbescheinigung.org hilft, indem wir die Voraussetzungen schaffen, dass die Bundesagentur für Arbeit schnell Zwangsmittel gegen den Arbeitgeber einsetzen muss.